Uznach hat Aura - wenn Jugendliche mitreden!
14.08.2026
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LinthSicht
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Uznach hat nicht nur Aura, sondern auch das UNICEF-Label «Kinderfreundliche Gemeinde». Dieses verpflich Gemeinde, sich besonders für das Wohl der jungen Bevölkerung einzusetzen. Deswegen sollen Kinder und Jugendliche in Uznach mehr gehört werden und ihre Anliegen verstärkt einbringen können. Wiihrend bei jüngeren Kindern vor allem ein sicherer Raum fürs Ausprobieren wichtig ist, wollen Jugendliche ein relevanter Teil der Gesellschaft sein.
Wer bin ich, was ist diese Welt, was ist Leben, was ist meine Aufgäbe, wie kann ich Verantwortung übernehmen, was bedeutet Liebe, wie gelingt eine Beziehung, was ist mir wichtig - diese grossen Lebensfragen haben vor allem in der Jugend eine besondere Kraft. Neue Gefühle und Gedanken, die einem völlig fremd vorkommen, trotzdem einen unglaublichen Reiz ausüben, überfordern und verunsichern, sind eine wichtige Basis, die Welt tiefsinnig und neugierig zu erleben. Jugendliche haben nicht nur das Recht, sich einzubringen, sondern ein wesentliches Entwichlungsbedürfnis, ein relevanter Teil ihrer Welt zu sein.
Um Jugendliche in dieser wichtigen Lebensphase ernst zu nehmen, sollen in Uznach - getragen vom Gemeinderat und der Kinderund Jugendkommission - eine grosse Jugend-Umfrage und Workshops stattfinden. Ziel sind langfristige Lösungen, wie Jugendliche tetsidcihe in Uznach wirkungsvoll für ihre Anliegen einbringen können. Ob daraus z.B. ein Jugendpariament oder Arbeitsgruppen für konkrete Themen entstehen, ist offen. Wichtig ist der Projektgruppe, bestehend aus Sandro Greuter (Gemeinderat), Arjeta Qerreti (Projektleitung) und Julia Niederberger (Dachverband Schweizer Jugendparlamente), dass die Lösungen für Uznach stimmen. Begleitet werden sie dabei vom Dachverband SchweizerJugendparlamente (DSJ). Der DSJ setzt sich national für die Förderung von politischem Engagement von Jugendlichen und jungen Erwachsenen ein und hat bereits über 45 Gemeinden begleitet.
Schon während den Vorbereitungen haben Jugendliche spannende Ideen für ein etwas anderes Uznach eingebracht. Zum Beispiel wünschte sich der 12-jährige Nezir, dass im Städtli mehr los sei, und schlägt dafür ein Uzner Museum und ein Glaubenshaus für verschiedene Religionen vor. Andere wiederum fragten sehnsüchtig nach einem McDonalds, kamen dann aber zum Schluss, dass Selbstgekochtes nach bestem Mami-Rezept leckerer schmecke.
Das ist Mitreden, frisch, nah und vielleicht noch etwas naiv. Doch genau darin liegt für eine Gemeinde die Chance, flexibel und agil zu bleiben. Je wohler sich Kinder und Jugendliche in einer Gemeinde fühlen, desto verbundener sind sie mit ihr. Diese Wurzeln stärken nicht nur sie, sondern die gesamte Gemeinde für eine stabile Zukunft mit guter Lebensqualität. «Mit Jugendlichen zusammen zu arbeiten fühlt sich manchmal wie eine intensive Dehnung an, wenn die Knochen schon eingerostet und die Muskeln völlig verspannt sind. Ziemlich schmerzhaft, aber so belebend.» (Arjeta Qerreti, Leitung offene Kinder- und Jugendarbeit Uznach) Das erste öffentliche Treffen der Projektverantwortlichen findet am 25. August statt. Nach diesem offiziellen Startschuss folgen dann Umfrage, Workshops, Austausch zwischen Jugendlichen und Politikern/-innen, Festlegung und Umsetzung konkreter Ideen sowie ein gebührender Abschluss.
Interessierte Leser/innen und andere Gemeinden aus dem Linthgebiet können sich direkt bei der Offenen Kinder- und Jugendarbeit Uznach melden. Vielleicht haben Sie eine Idee, wollen unterstützen.
kennen engagierte Jugendliche oder möchten einfach etwas hierzu sagen oder fragen: Arjeta Qerreti ist gespannt auf Ihre Nachrichten (jugendarbeit@uznach.ch). 1000-Aura Punkte pro Nachricht. Pflegen Sie also Ihre Aura und schreiben Sie.